Kryptowährungen im Firmenbereich - BitCoin - Tax - Dein Steuerportal rund um Kryptowährungen

Bitcoin Your Tax - Guide
Matthias Steger
Steuerberater
Dipl. Kfm. /
Dipl. Finanzwirt (FH)
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Kryptowährungen im Firmenbereich

Akzeptieren Sie Bitcoin als Zahlungsmittel?

Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie die erhaltenen Bitcoin oder andere Kryptowährungen richtig verbuchen.

Schritt 1:

Steuerlich liegt ein Tausch vor.

Daher bestimmt sich Ihr Verkaufserlös durch Umrechnung der erhaltenen Bitcoin/ Kryptoeinheiten in Euro.

Derzeit gibt es noch keine offiziellen Umrechnungskurse.

Daher müssen Sie den Kurs jeweils pro Transaktion heraussuchen und festhalten.

Da das sehr aufwendig sein kann, wird es Apps geben, die das für Sie automatisch erledigen.

Wichtig ist: DOKUMENTATIONSPFLICHT für den Kurs haben Sie § 90 Abs. 2 AO.

Schritt 2:

Nun müssen Sie entscheiden, ob Sie längerfristig die Bitcoin behalten wollen (Ausnahmefall, dann liegen Immaterielle Wirtschaftgüter vor) oder diese ggf. auch kurzfristig verkaufen wollen/ spekulieren (typischer Fall).

Wenn Sie die Bitcoin eher kurzfristig halten wollen, bietet sich das Buchungskonto "Sonstige Vermögensgegenstände" an, welches Sie kopien und umbenennen in "Sonstige Kryptowährungen" oder "Bitcoin Guthaben"/ "Ether Guthaben" etc. (wenn Sie die Übersicht behalten wollen.

Profitipp: Wenn Sie sehr viele Kryptowährungen akzeptieren wird das Kopieren und Umbenennen nicht ausreichen. Dann erweiteren Sie den Kontorahmen um 2 Stellen, dann können Sie bis zu 100 Kryptowährungen einzeln bilanzieren.

Schritt 3:

Sie buchen ganz normal Verkauf (z.B. 8400) an Bitcoin Guthaben (z.B. 1501 oder bei Erweiterung 1500 01).

Bewertung Ihrer Bitcoinbestände im Jahresabschluss

Handelsbilanz:

Bitcoin und alle anderen Kryptowährungen sieht die Finanzverwaltung als Fremdwährungsähnlich an.

Dies muss analog auch für die Handelsbilanz gelten (ist jedoch umstritten).

Im Jahresabschluss (Folgebewertung) sind diese Guthaben mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag (z.B. 31.12.) zu bewerten § 256a HGB.

Problem: Ein offizieller amtlicher Kurs existiert nicht.

Lösung: Sie müssen den Kurswert dokumentieren (z.B. Screenshot von Webportal).

Steuerbilanz:

Der Kurswert ist nach derzeitiger Kommentar- und Literaturauffassung unerheblich.

Gemäß § 6 Abs. 1 EStG sollen maximal die Anschaffungskosten (also der Zugangswert) zulässig sein.

Einzelne Stimmen bezweifeln die Begrenzung auf die maximalen Anschaffungskosten, da diese andere Auffassung erhebliche Steuerfolgen haben wird und Verteter der Finanzverwaltung und Rechtsprechung dieses Problem erkannt haben - besteht hier ein großes Steuerrisiko.

Kursminderungen sind Fremdwährungen immanent, so dass eine Kursminderung für eine "Teilwertabschreibung" normalerweise nicht ausreicht (Verwaltungsauffassung).

Nur in Ausnahmefällen, z.B. bei Verbot des Handels oder Minings in einem wichtigen Kryptoland können Teilwertabschschreibungen rechtfertigen.

Merksatz:

Handelrechtlich gilt stets der Kurswert.

Steuerrechtlich
gelten nach aktueller Auffassung die ursprünglichen
Anschaffungskosten als Bewertungsmaßstab.


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